Physiotherapie

Beckenbodentraining nach der Schwangerschaft: Rückbildung und Physiotherapie in Essen

Nach einer Schwangerschaft und Geburt richtet sich die Aufmerksamkeit verständlicherweise zunächst auf das Baby und den neuen Alltag. Gleichzeitig hat auch der Körper der Mutter in den vergangenen Monaten enorme Veränderungen durchlaufen.

Schwangere Frauen trainieren auf Gymnastikbällen

1. Warum der Beckenboden nach der Schwangerschaft besondere Aufmerksamkeit verdient

Nach einer Schwangerschaft und Geburt richtet sich die Aufmerksamkeit verständlicherweise zunächst auf das Baby und den neuen Alltag. Gleichzeitig hat auch der Körper der Mutter in den vergangenen Monaten enorme Veränderungen durchlaufen.

Ein Bereich, der dabei besonders gefordert wurde, ist der Beckenboden.

Er musste während der Schwangerschaft zunehmend mehr Belastung aufnehmen und spielt unabhängig von der Art der Geburt eine wichtige Rolle für die Stabilität und Funktion der Körpermitte. Nach der Geburt benötigt der Körper deshalb Zeit, um sich an die erneut veränderte Situation anzupassen.

Rückbildung und Beckenbodentraining nach der Schwangerschaft können dabei helfen, die Wahrnehmung und Belastbarkeit schrittweise wieder aufzubauen.

Was ist der Beckenboden eigentlich?

Der Beckenboden besteht aus mehreren Schichten von Muskeln und Bindegewebe und bildet vereinfacht beschrieben den unteren Abschluss des Beckens.

Seine Aufgaben sind vielfältig.

Er unterstützt unter anderem die Organe im Becken und ist an der Kontrolle von Blase und Darm beteiligt. Gleichzeitig arbeitet er bei vielen alltäglichen Bewegungen mit der Bauch-, Rücken- und Atemmuskulatur zusammen.

Beim Husten, Niesen, Lachen, Heben oder beim Sport entstehen unterschiedliche Druckverhältnisse im Bauchraum. Ein funktionierender Beckenboden kann auf diese wechselnden Anforderungen reagieren.

Dabei geht es nicht nur um Kraft.

Ein belastbarer Beckenboden muss sich anspannen können, wenn Stabilität benötigt wird, und ebenso wieder entspannen können.

Genau deshalb ist Beckenbodentraining nach der Geburt mehr als möglichst häufiges und kräftiges Anspannen.

Schwangerschaft und Geburt stellen besondere Anforderungen

Bereits während der Schwangerschaft verändern sich die Anforderungen an den Beckenboden.

Mit zunehmendem Schwangerschaftsverlauf verändert sich die körperliche Belastung. Gleichzeitig beeinflussen die Veränderungen der Körpermitte das Zusammenspiel von Bauchmuskulatur, Atmung und Beckenboden.

Nach der Geburt verändert sich die Situation erneut.

Unabhängig davon, ob ein Kind vaginal oder per Kaiserschnitt geboren wurde, war der Körper zuvor über Monate den Veränderungen einer Schwangerschaft ausgesetzt.

Deshalb ist das Thema Rückbildung nach der Schwangerschaft grundsätzlich relevant und sollte nicht ausschließlich auf die unmittelbaren Auswirkungen einer vaginalen Geburt reduziert werden.

Wie schnell sich der Körper erholt und wann bestimmte Belastungen wieder möglich sind, unterscheidet sich allerdings von Frau zu Frau.

Warum „einfach wieder trainieren“ nicht immer die beste Lösung ist

Viele Frauen möchten nach der Geburt möglichst schnell wieder zu ihrem bisherigen Alltag und Sport zurückkehren.

Dieser Wunsch ist nachvollziehbar.

Wer vor der Schwangerschaft regelmäßig gelaufen ist, Krafttraining betrieben oder einen anderen Sport ausgeübt hat, möchte häufig wissen: Wann kann ich endlich wieder richtig anfangen?

Die bessere Frage lautet zunächst:

Welche Belastung kann mein Körper aktuell gut bewältigen?

Zwischen den ersten bewussten Übungen nach der Geburt und einer intensiven Trainingseinheit liegt eine große Bandbreite möglicher Belastungen.

Eine sinnvolle Rückbildung kann dabei helfen, diese Belastbarkeit schrittweise wiederzuentwickeln.

Statt möglichst schnell zum früheren Leistungsniveau zurückzukehren, steht zunächst die Funktion im Vordergrund.

Beckenbodenbeschwerden sind kein Thema, über das man schweigen muss

Nach einer Schwangerschaft können Frauen Veränderungen bemerken, über die im Alltag noch immer vergleichsweise wenig gesprochen wird.

Dazu kann beispielsweise ungewollter Urinverlust beim Husten, Niesen, Springen oder Sport gehören.

Auch ein ungewohntes Druck- oder Schweregefühl im Bereich des Beckenbodens, Schmerzen oder Schwierigkeiten bei bestimmten Belastungen können auftreten.

Solche Beschwerden sollten nicht aus Scham verschwiegen werden.

Sie sind ein Thema der Frauengesundheit und können fachlich beurteilt werden.

Insbesondere wenn Beschwerden bestehen bleiben, stärker werden oder den Alltag beziehungsweise sportliche Aktivitäten einschränken, kann eine individuelle medizinische oder physiotherapeutische Abklärung sinnvoll sein.

Eine Physiotherapie in Essen kann – je nach Befund – beispielsweise dabei unterstützen, die Wahrnehmung des Beckenbodens zu verbessern und geeignete Übungen für die jeweilige Situation zu entwickeln.

Rückbildung bedeutet mehr als Beckenbodentraining

Wenn von Rückbildung gesprochen wird, denken viele Frauen zunächst an Übungen für den Beckenboden.

Der Körper funktioniert jedoch nicht in einzelnen voneinander unabhängigen Bereichen.

Beckenboden, Bauchmuskulatur, Rücken, Atmung, Hüfte und Beine arbeiten bei vielen Bewegungen gemeinsam.

Deshalb kann eine sinnvolle Rückbildung verschiedene Bereiche berücksichtigen.

Das Ziel besteht langfristig nicht darin, ausschließlich einzelne Muskeln anzuspannen. Vielmehr soll der Körper wieder lernen, unterschiedliche Belastungen im Alltag und später beim Sport gut zu bewältigen.

Dazu können beispielsweise Aufstehen, Tragen, längere Spaziergänge und später wieder anspruchsvollere Übungen gehören.

Nicht vergleichen: Jeder Körper erholt sich anders

Gerade über soziale Medien entsteht schnell der Eindruck, nach einer Geburt müsse der Körper innerhalb weniger Wochen wieder genauso aussehen und funktionieren wie vorher.

Für die tatsächliche körperliche Erholung ist dieser Vergleich wenig hilfreich.

Schwangerschaften verlaufen unterschiedlich. Geburten verlaufen unterschiedlich. Auch Trainingszustand, Alltag, Schlaf, mögliche Beschwerden und viele weitere Faktoren unterscheiden sich.

Deshalb gibt es keinen Zeitpunkt, an dem jede Frau automatisch wieder die gleichen Belastungen bewältigen können muss.

Gutes Beckenbodentraining nach der Schwangerschaft orientiert sich an der individuellen Situation und nicht daran, was andere Frauen zu einem bestimmten Zeitpunkt bereits wieder machen.

Beckenbodentraining und Rückbildung in Essen

Für Frauen, die nach ihrer Schwangerschaft nach Beckenbodentraining in Essen oder Unterstützung bei der Rückbildung suchen, können unterschiedliche Angebote infrage kommen.

Bei bestehenden Beschwerden kann eine individuelle Physiotherapie in Essen sinnvoll sein. Hier können die persönliche Situation und mögliche Einschränkungen genauer betrachtet und Übungen entsprechend angepasst werden.

Daneben können angeleitete Bewegungs- und Rückbildungsangebote dabei unterstützen, wieder einen strukturierten Einstieg in körperliche Aktivität zu finden.

Beim TVG 1893 in Essen lässt sich das Thema Beckenboden deshalb in einen größeren Zusammenhang der Frauengesundheit einordnen: von der Schwangerschaft über die Rückbildung bis zum späteren Wiedereinstieg in regelmäßiges Training.

Um zu verstehen, warum dieser schrittweise Aufbau sinnvoll ist, lohnt sich zunächst ein genauerer Blick darauf, was während Schwangerschaft und Geburt überhaupt mit dem Beckenboden passiert. Genau darum geht es im nächsten Kapitel.

2. Was passiert mit dem Beckenboden während Schwangerschaft und Geburt?

Um zu verstehen, warum Beckenbodentraining nach der Schwangerschaft sinnvoll sein kann, lohnt sich ein Blick auf die Veränderungen, die der Körper bereits während der Schwangerschaft durchläuft.

Der Beckenboden wird nicht erst bei der Geburt gefordert. Schon in den Monaten zuvor verändern sich Belastung, Körperhaltung und das Zusammenspiel der Muskulatur.

Nach der Geburt beginnt deshalb nicht einfach ein Training eines zuvor unveränderten Muskels. Vielmehr geht es darum, ein über Monate verändertes System wieder schrittweise an alltägliche und später auch sportliche Belastungen heranzuführen.

Der Beckenboden wird bereits während der Schwangerschaft stärker gefordert

Während der Schwangerschaft verändert sich der Körper kontinuierlich.

Mit dem Wachstum des Kindes und der Gebärmutter verändern sich die Druck- und Belastungsverhältnisse im Bereich des Beckens. Gleichzeitig nimmt der Beckenboden weiterhin seine verschiedenen Aufgaben wahr.

Er unterstützt die Organe im Becken und muss auf alltägliche Belastungen reagieren – beispielsweise beim Gehen, Aufstehen, Husten, Niesen oder Heben.

Parallel verändert sich auch die Körpermitte.

Die Bauchwand passt sich dem zunehmenden Bauchumfang an, der Körperschwerpunkt verschiebt sich und Bewegungen werden teilweise anders ausgeführt als vor der Schwangerschaft.

Der Beckenboden arbeitet dabei nicht isoliert. Er ist Teil eines Zusammenspiels mit Bauch- und Rückenmuskulatur, Zwerchfell, Atmung und weiteren Strukturen rund um Becken und Rumpf.

Eine vaginale Geburt stellt zusätzliche Anforderungen

Bei einer vaginalen Geburt muss sich der Beckenboden stark anpassen, damit das Kind den Geburtsweg passieren kann.

Muskulatur und umliegendes Gewebe werden dabei erheblich gedehnt und beansprucht.

Wie der Körper darauf reagiert und wie die anschließende Erholung verläuft, ist individuell.

Geburtsdauer, Verlauf und weitere Faktoren können sich von Frau zu Frau deutlich unterscheiden. Deshalb lässt sich auch die anschließende Rückbildung nach der Geburt nicht nach einem festen Zeitplan für alle Frauen gestalten.

Nach einer vaginalen Geburt können beispielsweise zunächst Veränderungen der Wahrnehmung auftreten.

Manche Frauen haben das Gefühl, ihren Beckenboden nicht mehr so deutlich ansteuern zu können wie zuvor. Andere bemerken Beschwerden bei bestimmten Belastungen oder einen ungewollten Urinverlust.

Das bedeutet nicht automatisch, dass langfristig ein Problem bestehen bleiben muss. Es zeigt jedoch, warum eine schrittweise Rückkehr zur Belastung sinnvoll sein kann.

Auch nach einem Kaiserschnitt ist Rückbildung relevant

Ein verbreiteter Irrtum besteht darin, dass Frauen nach einem Kaiserschnitt kein Beckenbodentraining oder keine Rückbildung benötigen würden.

Schließlich wurde das Kind nicht vaginal geboren.

Dabei wird jedoch übersehen, dass der Körper zuvor trotzdem eine komplette Schwangerschaft durchlaufen hat.

Der Beckenboden wurde über Monate veränderten Belastungen ausgesetzt. Gleichzeitig haben sich Bauchwand, Körpermitte und Bewegungsverhalten verändert.

Hinzu kommt beim Kaiserschnitt die Erholung von einem operativen EingriƯ.

Auch hier gilt deshalb: Der Weg zurück zu alltäglicher und sportlicher Belastung sollte sich an der individuellen Situation orientieren.

Eine vaginale Geburt und ein Kaiserschnitt stellen unterschiedliche Anforderungen an den Körper. Rückbildung ist jedoch nach beiden Geburtsformen ein relevantes Thema.

Warum sich der Beckenboden zunächst anders anfühlen kann

Nach der Geburt berichten Frauen teilweise, dass sich die Körpermitte ungewohnt anfühlt.

Das ist nachvollziehbar.

Innerhalb kurzer Zeit verändert sich die körperliche Situation erneut erheblich. Strukturen, die über Monate zunehmend belastet wurden, befinden sich nun in einer neuen Ausgangslage.

Der Beckenboden kann sich beispielsweise zunächst weniger gut wahrnehmbar anfühlen.

Deshalb beginnt sinnvolles Beckenbodentraining nach der Schwangerschaft nicht zwangsläufig mit möglichst vielen Wiederholungen oder besonders kräftigen Anspannungen.

Zunächst kann es darum gehen, den Bereich überhaupt wieder bewusst wahrzunehmen.

Kann ich Anspannung erkennen? Kann ich anschließend wieder bewusst loslassen? Wie verändert sich der Beckenboden bei der Atmung? Was passiert beim Aufstehen oder beim Tragen?

Diese Wahrnehmung schaƯt eine Grundlage, auf der später gezielter aufgebaut werden kann.

Der Beckenboden muss auf Druck reagieren können

Im Alltag entstehen ständig unterschiedliche Drucksituationen.

Beim Husten, Niesen oder Lachen steigt der Druck im Bauchraum kurzfristig an. Ähnliches passiert beim Heben und Tragen oder bei verschiedenen sportlichen Übungen.

Der Beckenboden muss darauf reagieren können.

Langfristig geht es deshalb nicht ausschließlich darum, im Sitzen oder Liegen bewusst eine Muskelanspannung durchzuführen.

Ein belastbarer Beckenboden muss seine Funktion auch während Bewegung erfüllen.

Genau dieser Übergang spielt bei der Rückbildung eine wichtige Rolle: von bewusster Wahrnehmung und einfachen Übungen hin zu immer alltagsnäheren Belastungen.

Später können beispielsweise Krafttraining, Laufen, Springen oder andere Sportarten wieder deutlich höhere Anforderungen stellen.

Der Aufbau sollte deshalb schrittweise erfolgen.

Veränderungen bedeuten nicht automatisch dauerhafte Schäden

Gerade nach einer Geburt können ungewohnte Empfindungen verunsichern.

Wichtig ist dabei, körperliche Veränderungen nicht automatisch mit dauerhaften Schäden gleichzusetzen.

Der Körper besitzt die Fähigkeit, sich nach Schwangerschaft und Geburt anzupassen und zu erholen.

Gleichzeitig sollten bestehende Beschwerden nicht ignoriert werden.

Treten beispielsweise anhaltender ungewollter Urinverlust, Schmerzen, ein deutliches Druck- oder Schweregefühl oder andere Probleme auf, kann eine fachliche Beurteilung sinnvoll sein.

Je nach Beschwerden können ärztliche Abklärung und eine spezialisierte Physiotherapie nach der Schwangerschaft infrage kommen.

Beckenboden und Frauengesundheit ganzheitlich betrachten

Das Thema Beckenboden sollte deshalb weder dramatisiert noch auf ein paar einfache Anspannungsübungen reduziert werden.

Für die Frauengesundheit ist entscheidend, wie gut der Körper alltägliche und sportliche Belastungen bewältigen kann.

Dazu gehören nicht nur der Beckenboden selbst, sondern ebenso Bauch, Rücken, Atmung und die gesamte körperliche Belastbarkeit.

Wer nach der Schwangerschaft Unterstützung beim Beckenbodentraining in Essen sucht, sollte deshalb auf einen Ansatz achten, der nicht ausschließlich einen einzelnen Muskel betrachtet.

Auch bei einer Physiotherapie in Essen können je nach Beschwerden verschiedene Bereiche der Körpermitte und die individuellen Belastungsanforderungen einbezogen werden.

Beim TVG 1893 in Essen lässt sich das Thema entsprechend in einen größeren Zusammenhang von Rückbildung, Bewegung und Frauengesundheit einordnen.

Nach Schwangerschaft und Geburt beginnt jedoch zunächst eine Phase, in der der Körper vor allem eines benötigt: die Möglichkeit, sich zu erholen und Belastungen schrittweise wieder aufzubauen.

Was Rückbildung nach der Geburt eigentlich bedeutet und welche Ziele dabei im Vordergrund stehen sollten, betrachten wir deshalb im nächsten Kapitel.

3. Rückbildung nach der Geburt: Was braucht der Körper jetzt?

Nach der Geburt beginnt für den Körper eine neue Phase. Die Veränderungen der vergangenen Monate verschwinden nicht innerhalb weniger Tage, und auch die körperliche Belastbarkeit entspricht nicht automatisch sofort wieder dem Zustand vor der Schwangerschaft.

Genau hier setzt die Rückbildung nach der Geburt an.

Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell wieder eine bestimmte Figur zu erreichen. Rückbildung bedeutet vielmehr, dem Körper Zeit zur Erholung zu geben und anschließend Schritt für Schritt wieder Kraft, Koordination und Belastbarkeit aufzubauen.

Der Beckenboden spielt dabei eine wichtige Rolle – er ist jedoch nur ein Teil des gesamten Prozesses.

Erholung steht zunächst im Vordergrund

Unmittelbar nach der Geburt hat der Körper bereits eine erhebliche Leistung erbracht.

Unabhängig davon, ob die Geburt vaginal oder per Kaiserschnitt erfolgt ist, benötigt der Körper zunächst Erholung. Wie schnell anschließend wieder mehr Bewegung möglich ist, hängt von der individuellen Situation und dem Geburtsverlauf ab.

Deshalb ist es wenig sinnvoll, sich unmittelbar nach der Geburt an festen Trainingszielen oder den Erfahrungen anderer Frauen zu orientieren.

Die ersten Schritte zurück zu mehr Bewegung können sehr unterschiedlich aussehen.

Für eine Frau ist zunächst ein kurzer Spaziergang bereits ausreichend. Eine andere fühlt sich früher wieder belastbarer.

Rückbildung ist kein Wettbewerb.

Entscheidend ist, wie der eigene Körper auf zunehmende Aktivität reagiert.

Rückbildung bedeutet nicht nur Beckenboden anspannen

Beim BegriƯ Rückbildung denken viele zunächst an klassische Übungen zum Anspannen des Beckenbodens.

Das gehört zum Thema, greift aber zu kurz.

Ein sinnvoller Wiederaufbau kann verschiedene Bereiche umfassen:

  • Wahrnehmung von Beckenboden und Körpermitte,
  • Anspannung und Entspannung des Beckenbodens,
  • Atmung und Druckregulation,
  • Aktivierung und Kräftigung der Rumpfmuskulatur,
  • Beweglichkeit,
  • Kraft von Beinen, Hüfte und Rücken,
  • zunehmende Belastbarkeit im Alltag.

Das langfristige Ziel besteht schließlich nicht darin, eine Beckenbodenübung besonders gut im Liegen ausführen zu können.

Der Körper soll wieder alltägliche Anforderungen bewältigen können.

Dazu gehören beispielsweise längeres Gehen, Treppensteigen, Aufstehen, das Tragen des Kindes und später auch sportliche Aktivitäten.

Der neue Alltag ist bereits körperliche Belastung

Nach einer Geburt entsteht häufig die Vorstellung, man würde sich zunächst kaum körperlich belasten.

Der Alltag mit einem Baby sieht jedoch häufig anders aus.

Das Kind wird hochgehoben und getragen. Man steht wiederholt auf, beugt sich über das Bett oder den Wickeltisch und verbringt möglicherweise längere Zeit in ungewohnten Sitzpositionen.

Auch Schlafmangel und die Veränderungen des Tagesablaufs können beeinflussen, wie belastbar man sich fühlt.

Eine gute Rückbildung nach der Schwangerschaft sollte deshalb nicht nur aus isolierten Übungen bestehen, sondern auch berücksichtigen, welche Anforderungen im täglichen Leben tatsächlich entstehen.

Beckenboden zunächst wieder wahrnehmen

Bevor intensiver trainiert wird, kann es sinnvoll sein, zunächst die Wahrnehmung des Beckenbodens zu verbessern.

Kann die Muskulatur bewusst angespannt werden?

Kann die Spannung anschließend wieder gelöst werden?

Wie verändert sich die Wahrnehmung beim Ein- und Ausatmen?

Solche zunächst unspektakulär wirkenden Fragen können eine wichtige Grundlage für das spätere Training bilden.

Denn ein Beckenboden, der bei höheren Belastungen funktionieren soll, muss nicht nur Kraft entwickeln. Er muss passend zur jeweiligen Situation reagieren können.

Genau deshalb sollte Beckenbodentraining nach der Geburt nicht ausschließlich aus möglichst vielen kräftigen Anspannungen bestehen.

Anschließend die Belastung schrittweise steigern

Mit zunehmender Erholung können die Übungen anspruchsvoller werden.

Aus einfachen Wahrnehmungsübungen können beispielsweise Bewegungen entstehen, bei denen gleichzeitig Beine, Hüfte oder Oberkörper eingesetzt werden.

Später können weitere Kräftigungsübungen hinzukommen.

Damit nähert sich das Training zunehmend den tatsächlichen Anforderungen des Alltags an.

Denn beim Aufstehen, Heben oder Tragen arbeitet der Beckenboden ebenfalls nicht allein. Verschiedene Muskelgruppen müssen miteinander koordiniert werden.

Eine gute Rückbildung entwickelt sich deshalb idealerweise von einfachen zu komplexeren Belastungen.

Die Bauchmuskulatur gehört ebenfalls zur Rückbildung

Auch die Bauchwand hat sich während der Schwangerschaft deutlich verändert.

Nach der Geburt braucht sie ebenfalls Zeit, um sich an die neue Situation anzupassen.

Deshalb kann ein schrittweises Training der Körpermitte Bestandteil der Rückbildung sein.

Dabei muss nicht zwangsläufig jede Belastung der Bauchmuskulatur über einen langen Zeitraum vermieden werden. Entscheidend ist vielmehr, welche Übungen zum aktuellen Zustand passen und wie der Körper darauf reagiert.

Bei Unsicherheit oder bestehenden Beschwerden kann eine Physiotherapie nach der Schwangerschaft dabei helfen, geeignete Übungen auszuwählen.

Rückbildung ist die Vorbereitung auf spätere Belastungen

Ein häufiger Fehler besteht darin, Rückbildung als abgeschlossenes Kurzprogramm zu betrachten:

Einige Wochen Übungen – und anschließend geht es direkt zurück zum früheren Sport.

Sinnvoller ist es, Rückbildung als erste Phase eines längerfristigen Belastungsaufbaus zu verstehen.

Wer später wieder laufen, springen, intensives Krafttraining betreiben oder einen anderen anspruchsvollen Sport ausüben möchte, benötigt entsprechende körperliche Voraussetzungen.

Die Belastung beim Joggen ist beispielsweise eine andere als bei einer kontrollierten Übung auf einer Matte.

Deshalb sollte zwischen ersten Rückbildungsübungen und dem vollständigen Wiedereinstieg in den Sport eine schrittweise Steigerung liegen.

Beschwerden während der Rückbildung ernst nehmen

Rückbildung darf fordern. Sie sollte aber nicht dazu führen, dass bestehende Beschwerden einfach ignoriert werden.

Treten beispielsweise wiederholt ungewollter Urinverlust, Schmerzen oder ein deutliches Druck- beziehungsweise Schweregefühl im Bereich des Beckens auf, kann eine individuelle fachliche Beurteilung sinnvoll sein.

Auch wenn bestimmte Belastungen über längere Zeit überhaupt nicht gesteigert werden können, kann es sinnvoll sein, genauer hinzuschauen.

Eine Physiotherapie in Essen kann je nach Befund dabei helfen, die Ursache von Einschränkungen genauer einzuordnen und das Training individuell anzupassen.

Rückbildung und Beckenbodentraining in Essen

Wer nach der Schwangerschaft nach Rückbildung in Essen oder Beckenbodentraining in Essen sucht, sollte deshalb nicht ausschließlich darauf achten, möglichst schnell wieder intensiv zu trainieren.

Im Mittelpunkt steht zunächst ein sinnvoller Aufbau.

Beim TVG 1893 in Essen lässt sich Rückbildung in den größeren Bereich der Frauengesundheit einordnen. Von der Schwangerschaft über die Zeit nach der Geburt bis zum späteren Wiedereinstieg in regelmäßige Bewegung verändern sich die Anforderungen immer wieder.

Dabei kann für manche Frauen ein angeleitetes Bewegungsangebot ausreichend sein, während bei konkreten Beschwerden eine individuelle Physiotherapie in Essen sinnvoll sein kann.

Der erste Schritt beim gezielten Beckenbodentraining ist jedoch häufig erstaunlich unspektakulär: den Beckenboden wieder bewusst wahrnehmen und kontrollieren lernen.

Warum Wahrnehmung vor Leistung kommen sollte und wie ein Beckenbodentraining grundsätzlich aufgebaut werden kann, betrachten wir im nächsten Kapitel.

4. Beckenbodentraining richtig beginnen – Wahrnehmung vor Leistung

Trainerin begleitet eine Übung auf der Matte beim TVG 1893 in Essen

Wer nach der Schwangerschaft mit Beckenbodentraining beginnen möchte, denkt häufig zunächst an eine einfache Aufgabe: Beckenboden anspannen, einige Sekunden halten, wieder lösen und möglichst viele Wiederholungen durchführen.

Ein sinnvoll aufgebautes Beckenbodentraining nach der Geburt beginnt jedoch häufig einen Schritt früher.

Bevor Kraft und Belastbarkeit gezielt trainiert werden, ist es wichtig, den eigenen Beckenboden überhaupt wahrnehmen und kontrolliert ansteuern zu können. Dazu gehört nicht nur die Fähigkeit zur Anspannung, sondern ebenso das bewusste Entspannen.

Das Ziel ist langfristig ein Beckenboden, der auf unterschiedliche Situationen angemessen reagieren kann.

Den Beckenboden bewusst wahrnehmen

Der Beckenboden ist für viele Menschen schwieriger wahrzunehmen als beispielsweise die Arme oder Beine.

Nach einer Schwangerschaft und Geburt kann diese Wahrnehmung zusätzlich verändert sein.

Deshalb können am Anfang einfache Wahrnehmungsübungen sinnvoll sein.

Dabei geht es zunächst darum, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wo sich die Beckenbodenmuskulatur befindet und wie sich eine bewusste Aktivierung anfühlt.

Hilfreich kann dabei auch die Atmung sein.

Beckenboden, Zwerchfell und die übrige Körpermitte arbeiten miteinander. Deshalb sollte die Atmung beim Training nicht einfach angehalten werden.

Stattdessen kann bewusst beobachtet werden, wie sich Bauchraum und Beckenboden während des Ein- und Ausatmens verändern.

Diese zunächst kleinen Übungen schaƯen eine Grundlage für spätere Belastungen.

Anspannen ist nur die Hälfte der Aufgabe

Beim Beckenboden stärken liegt der Fokus häufig ausschließlich auf der Anspannung.

Ein funktioneller Beckenboden benötigt jedoch beides: Spannung und Entspannung.

Im Alltag muss die Muskulatur beispielsweise kurzfristig auf Belastungen reagieren können. Gleichzeitig sollte sie anschließend wieder loslassen können.

Ein dauerhaft möglichst stark angespannter Beckenboden ist deshalb nicht das Ziel.

Das ist auch ein Grund, warum allgemeine Anweisungen wie „einfach jeden Tag möglichst oft anspannen“ nicht für jede Frau die passende Lösung darstellen.

Bestehen Beschwerden, kann zunächst eine individuelle Einschätzung sinnvoll sein.

Von einfachen Übungen zu alltäglichen Bewegungen

Sobald die Wahrnehmung besser funktioniert, kann Beckenbodentraining nach der Schwangerschaft zunehmend mit Bewegung verbunden werden.

Denn im Alltag wird der Beckenboden kaum isoliert beansprucht.

Schon beim Aufstehen von einem Stuhl arbeiten Beine, Rumpf und Beckenboden miteinander. Beim Heben und Tragen kommen weitere Anforderungen hinzu.

Deshalb kann sich das Training schrittweise entwickeln.

Zu Beginn stehen möglicherweise bewusste Aktivierungs- und Entspannungsübungen in einer angenehmen Position.

Später können einfache Bewegungen hinzukommen, beispielsweise:

  • kontrolliertes Aufstehen und Hinsetzen,
  • leichte Kniebeugenvarianten,
  • Übungen für Hüfte und Beine,
  • einfache Zug- und Druckbewegungen für den Oberkörper,
  • Übungen zur Stabilität der Körpermitte.

Welche Übungen zu welchem Zeitpunkt passen, hängt von der individuellen Situation ab.

Entscheidend ist die Entwicklung von einer bewussten Wahrnehmung hin zu einer funktionellen Belastbarkeit.

Atmen statt pressen

Auch die Atmung spielt beim Training eine wichtige Rolle.

Gerade bei anstrengenderen Bewegungen neigen Menschen dazu, unbewusst die Luft anzuhalten und stark zu pressen.

Nach einer Schwangerschaft kann es sinnvoll sein, zunächst bewusst darauf zu achten, wie Atmung, Bewegung und Beckenboden zusammenspielen.

Das bedeutet nicht, dass jede Übung dauerhaft nach einem komplizierten Atemschema durchgeführt werden muss.

Vielmehr geht es darum, ein Gefühl für die eigene Körpermitte zu entwickeln und unnötiges Pressen bei zunächst noch ungewohnten Belastungen zu vermeiden.

Eine Physiotherapie nach der Schwangerschaft kann dabei helfen, solche Bewegungsabläufe individuell zu betrachten.

Beckenbodentraining in den Alltag integrieren

Ein Training ist besonders hilfreich, wenn es sich tatsächlich regelmäßig umsetzen lässt.

Dafür muss nicht jede Einheit lang sein.

Gerade zu Beginn können kurze, bewusst durchgeführte Übungen leichter in den neuen Alltag mit einem Baby integriert werden als ein umfangreiches Trainingsprogramm.

Später lässt sich der Beckenboden zunehmend in normale Bewegungs- und Kräftigungsübungen einbeziehen.

Dadurch verändert sich auch der Charakter des Trainings.

Aus einem speziellen „Beckenbodenprogramm“ wird nach und nach wieder normales körperliches Training, bei dem der Beckenboden als Teil der Körpermitte mitarbeitet.

Genau das ist langfristig das Ziel.

Mehr Wiederholungen sind nicht automatisch besser

Wie bei jedem Training benötigt auch die Muskulatur des Beckenbodens Belastung und Erholung.

Deshalb ist es nicht notwendig, den Beckenboden den gesamten Tag bewusst anzuspannen.

Auch eine möglichst hohe Anzahl an Wiederholungen bedeutet nicht automatisch einen größeren TrainingseƯekt.

Wichtiger sind eine kontrollierte Ausführung und eine Belastung, die zum aktuellen Leistungsstand passt.

Mit zunehmender Belastbarkeit kann das Training entsprechend gesteigert werden.

Das kann beispielsweise über anspruchsvollere Übungen, längere Belastungen oder die Kombination mit weiteren Bewegungen erfolgen.

Was, wenn ich meinen Beckenboden kaum spüre?

Gerade nach einer Geburt kann es vorkommen, dass Frauen unsicher sind, ob sie ihren Beckenboden überhaupt richtig ansteuern.

In dieser Situation muss nicht einfach auf Verdacht immer intensiver trainiert werden.

Eine individuelle physiotherapeutische Untersuchung kann dabei helfen, die Situation genauer einzuschätzen.

Das gilt ebenso, wenn Übungen Schmerzen verursachen oder Beschwerden wie Urinverlust oder ein Druckgefühl auftreten beziehungsweise bestehen bleiben.

Bei einer Physiotherapie in Essen können Übungen entsprechend dem individuellen Befund ausgewählt und angepasst werden.

Gerade beim Beckenboden ist eine persönliche Anleitung häufig hilfreicher als der Versuch, ein allgemeines Trainingsprogramm unabhängig von den eigenen Beschwerden abzuarbeiten.

Beckenbodentraining in Essen individuell aufbauen

Frauen, die nach ihrer Schwangerschaft mit Beckenbodentraining in Essen beginnen möchten, können deshalb zwischen unterschiedlichen Ausgangssituationen unterscheiden.

Wer keine besonderen Beschwerden hat, sucht möglicherweise vor allem einen strukturierten Einstieg in die Rückbildung und anschließend in regelmäßige Bewegung.

Bei bestehenden Problemen kann dagegen eine individuelle Physiotherapie in Essen sinnvoll sein.

Beim TVG 1893 in Essen lässt sich das Thema in den größeren Bereich der Frauengesundheit einordnen: vom bewussten Wahrnehmen des Beckenbodens über die Rückbildung bis hin zur späteren Rückkehr in Sport und Training.

Das langfristige Ziel ist dabei nicht, ständig über den eigenen Beckenboden nachdenken zu müssen.

Im Gegenteil: Mit zunehmender Belastbarkeit soll der Körper wieder selbstverständlich auf alltägliche und sportliche Anforderungen reagieren können.

Manchmal zeigen sich während dieses Weges allerdings Beschwerden, die über eine normale Anpassungsphase hinausgehen können. Welche Beckenbodenbeschwerden nach der Schwangerschaft auftreten können und wann eine fachliche Abklärung sinnvoll ist, betrachten wir im nächsten Kapitel.

5. Typische Beckenbodenbeschwerden nach der Schwangerschaft

Nach einer Schwangerschaft und Geburt kann sich der Beckenboden zunächst anders anfühlen als zuvor. Manche Frauen bemerken überhaupt keine größeren Einschränkungen, andere stellen Veränderungen bei alltäglichen oder sportlichen Belastungen fest.

Dabei ist wichtig: Beckenbodenbeschwerden sind kein Thema, für das man sich schämen muss. Gleichzeitig sollten sie auch nicht vorschnell als etwas abgetan werden, das nach einer Geburt eben dauerhaft dazugehört.

Treten Beschwerden auf oder bleiben sie über längere Zeit bestehen, kann eine fachliche Abklärung sinnvoll sein. Je nach Situation können dabei ärztliche Betreuung und eine spezialisierte Physiotherapie nach der Schwangerschaft infrage kommen.

Ungewollter Urinverlust

Eine häufig thematisierte Veränderung ist ungewollter Urinverlust.

Dieser kann beispielsweise bei Belastungen auftreten wie:

  • Husten oder Niesen,
  • Lachen,
  • schnellem Gehen oder Laufen,
  • Springen,
  • Heben und Tragen,
  • sportlichen Übungen.

Gerade bei kleinen Mengen entsteht schnell die Versuchung, das Problem einfach hinzunehmen.

Für die Frauengesundheit ist es jedoch sinnvoll, solche Veränderungen ernst zu nehmen.

Ungewollter Urinverlust kann darauf hinweisen, dass das Zusammenspiel von Beckenboden, Körpermitte und der jeweiligen Belastung momentan noch nicht optimal funktioniert.

Das bedeutet nicht automatisch, dass der Beckenboden lediglich „zu schwach“ ist und deshalb möglichst kräftig trainiert werden muss.

Eine individuelle Beurteilung kann sinnvoller sein als ein allgemeines Trainingsprogramm.

Druck- oder Schweregefühl im Becken

Manche Frauen beschreiben nach der Geburt ein ungewohntes Druck- oder Schweregefühl im Bereich des Beckens.

Dieses kann beispielsweise bei längeren Spaziergängen, beim Stehen oder bei zunehmender körperlicher Belastung deutlicher werden.

Ein solches Gefühl sollte nicht einfach dadurch beantwortet werden, dass immer intensiver trainiert wird.

Treten entsprechende Beschwerden wiederholt auf, werden sie stärker oder schränken sie den Alltag ein, ist eine fachliche Abklärung sinnvoll.

Eine Physiotherapie in Essen kann – abhängig vom Befund – anschließend dabei unterstützen, geeignete Übungen und Belastungsstrategien zu entwickeln.

Schmerzen im Bereich des Beckenbodens

Beckenbodenprobleme äußern sich nicht ausschließlich durch Schwierigkeiten bei der Kontinenz.

Auch Schmerzen können auftreten.

Diese können unterschiedliche Ursachen haben und sollten deshalb nicht einfach mit möglichst intensivem Beckenbodentraining behandelt werden.

Gerade hier zeigt sich, warum die Gleichung „Beckenbodenproblem = Beckenboden kräftigen“ zu einfach ist.

Muskulatur kann nicht nur zu wenig Kraft entwickeln. Auch Koordination, Wahrnehmung und die Fähigkeit zur Entspannung können eine Rolle spielen.

Bei Schmerzen ist deshalb eine individuelle medizinische beziehungsweise physiotherapeutische Beurteilung besonders wichtig.

Schwierigkeiten bei stärkerer körperlicher Belastung

Im normalen Alltag fühlen sich manche Frauen nach einiger Zeit bereits wieder vollkommen beschwerdefrei.

Probleme zeigen sich dann möglicherweise erst beim Wiedereinstieg in intensivere Aktivitäten.

Ein Spaziergang funktioniert problemlos – beim Joggen tritt jedoch plötzlich Urinverlust auf.

Normales Aufstehen und Tragen bereiten keine Schwierigkeiten – bei Sprüngen oder anspruchsvolleren Kraftübungen entsteht dagegen ein ungewohntes Druckgefühl.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Beschwerdefreiheit im Alltag bedeutet nicht automatisch, dass der Körper bereits jede sportliche Belastung wieder problemlos bewältigen kann.

Der Übergang zurück zum Sport sollte deshalb ebenfalls als Teil des Belastungsaufbaus verstanden werden.

Beschwerden beim Heben und Tragen

Mit einem Baby gehört Heben und Tragen plötzlich zum täglichen Leben.

Und mit zunehmendem Gewicht des Kindes steigt auch diese Belastung.

Dabei arbeiten Beine, Rücken, Bauchmuskulatur und Beckenboden zusammen.

Treten beim Heben oder längeren Tragen Beschwerden auf, kann es sinnvoll sein, nicht ausschließlich den Beckenboden isoliert zu betrachten.

Möglicherweise müssen auch Kraft und Belastbarkeit anderer Muskelgruppen wieder aufgebaut werden.

Genau deshalb ist eine gute Rückbildung nach der Geburt mehr als ein isoliertes Beckenbodenprogramm.

Auch fehlende Entspannung kann eine Rolle spielen

Beim Thema Beckenboden wird häufig vor allem über Schwäche gesprochen.

Ein funktionierender Beckenboden muss jedoch nicht nur Spannung erzeugen, sondern ebenso wieder loslassen können.

Deshalb ist es nicht sinnvoll, bei jedem möglichen Problem automatisch möglichst viele zusätzliche Anspannungsübungen durchzuführen.

Gerade wenn Schmerzen oder andere ungewöhnliche Beschwerden bestehen, sollte zunächst geklärt werden, welche Situation tatsächlich vorliegt.

Ein individuell angepasstes Beckenbodentraining nach der Schwangerschaft kann deshalb ganz anders aussehen als ein allgemeines Übungsprogramm.

Wann sollte man Beckenbodenbeschwerden abklären lassen?

Nicht jede vorübergehende Veränderung unmittelbar nach einer Geburt bedeutet, dass ein langfristiges Problem besteht.

Der Körper benötigt Zeit für Erholung und Anpassung.

Trotzdem gibt es Situationen, in denen eine fachliche Beurteilung sinnvoll sein kann.

Dazu gehören insbesondere Beschwerden, die:

  • über längere Zeit bestehen bleiben,
  • zunehmend stärker werden,
  • Schmerzen verursachen,
  • den Alltag deutlich einschränken,
  • beim Wiedereinstieg in Sport regelmäßig auftreten,
  • zu einem ausgeprägten Druck- oder Schweregefühl führen,
  • oder bei denen einfach große Unsicherheit besteht.

Bei plötzlich auftretenden starken Beschwerden oder anderen ungewöhnlichen Symptomen sollte zunächst eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Beschwerden nicht aus Scham verschweigen

Probleme mit Blase oder Beckenboden sind für viele Frauen sehr persönliche Themen.

Das kann dazu führen, dass Beschwerden lange nicht angesprochen werden.

Manche verzichten stattdessen auf bestimmte Aktivitäten.

Das Joggen wird aufgegeben, weil dabei Urinverlust auftritt. Sprünge werden vermieden. Bestimmte Übungen werden aus dem Trainingsplan gestrichen.

Damit kann ein Beckenbodenproblem zunehmend die körperliche Aktivität beeinflussen.

Gerade deshalb gehört ein oƯener Umgang mit solchen Beschwerden zur Frauengesundheit.

Das Ziel sollte nicht sein, dauerhaft alle Bewegungen zu vermeiden, die Schwierigkeiten verursachen. Vielmehr sollte geklärt werden, warum die aktuelle Belastung problematisch ist und wie der Körper schrittweise darauf vorbereitet werden kann.

Physiotherapie bei Beckenbodenbeschwerden in Essen

Wer nach der Schwangerschaft unter entsprechenden Problemen leidet und nach Beckenbodentraining in Essen sucht, benötigt möglicherweise mehr als einen allgemeinen Rückbildungskurs.

Bei konkreten Beschwerden kann eine individuelle Physiotherapie in Essen sinnvoll sein.

Dabei können die Beschwerden genauer betrachtet und Übungen an die persönliche Situation angepasst werden.

Beim TVG 1893 in Essen lässt sich das Thema Beckenboden in den größeren Bereich von Rückbildung und Frauengesundheit einordnen.

Denn langfristig geht es nicht nur darum, einzelne Beschwerden zu beeinflussen. Ziel ist vielmehr, wieder ausreichend Belastbarkeit für Alltag, Freizeit und Sport zu entwickeln.

Dafür muss der Beckenboden allerdings mit anderen Bereichen des Körpers zusammenarbeiten. Warum Bauch, Rücken, Atmung und Beckenboden gemeinsam betrachtet werden sollten, ist deshalb das Thema des nächsten Kapitels.

6. Bauch, Rücken und Beckenboden: Warum die Körpermitte zusammenspielt

Beim Beckenbodentraining nach der Schwangerschaft liegt der Fokus verständlicherweise zunächst auf dem Beckenboden. Für eine langfristig belastbare Körpermitte reicht es jedoch nicht aus, nur diese eine Muskelgruppe zu betrachten.

Beckenboden, Bauchmuskulatur, Rücken, Zwerchfell und Atmung arbeiten bei alltäglichen Bewegungen zusammen. Hinzu kommen Beine und Hüfte, die bei vielen Belastungen einen großen Teil der notwendigen Kraft übernehmen.

Nach einer Schwangerschaft kann es deshalb sinnvoll sein, die Körpermitte wieder als zusammenhängendes System zu trainieren.

Das Ziel lautet nicht: einen einzelnen Muskel möglichst stark machen.

Das Ziel lautet: Der gesamte Körper soll wieder angemessen auf unterschiedliche Belastungen reagieren können.

Der Beckenboden arbeitet nicht allein

Schon eine einfache Alltagssituation zeigt, wie viele Bereiche gleichzeitig beteiligt sind.

Wer aus einem Stuhl aufsteht, benötigt Kraft aus Beinen und Hüfte. Die Rumpfmuskulatur stabilisiert den Oberkörper und auch der Beckenboden reagiert auf die entstehende Belastung.

Ähnlich sieht es beim Heben aus.

Das Baby aus dem Bett nehmen, eine Babyschale tragen oder einen Einkauf hochheben – bei all diesen Bewegungen müssen verschiedene Muskelgruppen zusammenarbeiten.

Deshalb sollte eine gute Rückbildung nach der Geburt zunehmend über isolierte Beckenbodenübungen hinausgehen.

Am Anfang können Wahrnehmungsübungen sinnvoll sein. Später sollte die Muskulatur jedoch wieder lernen, ihre Aufgabe innerhalb normaler Bewegungen zu erfüllen.

Die Bauchmuskulatur verändert sich während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft passt sich die Bauchwand an den wachsenden Bauch an.

Nach der Geburt benötigt auch die Bauchmuskulatur Zeit, um sich an die erneut veränderte Situation anzupassen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Bauchmuskeln nach der Schwangerschaft grundsätzlich nicht trainiert werden dürfen.

Vielmehr sollte die Belastung zum aktuellen körperlichen Zustand passen.

Zu Beginn können kontrollierte Übungen mit geringer Belastung sinnvoll sein. Mit zunehmender Belastbarkeit können anschließend anspruchsvollere Bewegungen hinzukommen.

Dabei muss das Training der Körpermitte nicht ausschließlich aus klassischen Bauchübungen bestehen.

Auch Kniebeugen, Zugbewegungen, Übungen für Beine und Hüfte oder später komplexere Kraftübungen stellen Anforderungen an die Rumpfmuskulatur.

Was ist mit einer Rektusdiastase?

Im Zusammenhang mit Rückbildung und Frauengesundheit fällt häufig der BegriƯ Rektusdiastase.

Damit wird ein vergrößerter Abstand zwischen den geraden Bauchmuskeln entlang der Mittellinie des Bauches bezeichnet. Veränderungen in diesem Bereich sind während und nach einer Schwangerschaft häufig ein Thema.

Viele Frauen sind dadurch zunächst verunsichert und vermeiden bestimmte Bewegungen vollständig.

Entscheidend ist jedoch nicht allein, ob ein Abstand ertastet werden kann.

Wichtiger ist die Frage, wie die Bauchwand unter Belastung funktioniert und ob Beschwerden oder Einschränkungen bestehen.

Pauschale Verbote bestimmter Übungen sind deshalb häufig weniger hilfreich als eine individuelle Betrachtung.

Bei Unsicherheit kann eine Physiotherapie nach der Schwangerschaft dabei helfen, die Funktion der Körpermitte zu beurteilen und geeignete Belastungen auszuwählen.

Ein kräftiger Rücken gehört ebenfalls dazu

Der Alltag mit einem Baby stellt auch an den Rücken neue Anforderungen.

Häufiges Heben und Tragen, Stillen oder Füttern, Wickeln und längeres Sitzen in ungewohnten Positionen können dazu führen, dass Rücken und Nacken stärker beansprucht werden.

Ein belastbarer Rücken kann deshalb ein wichtiger Bestandteil der Rückbildung sein.

Dabei geht es nicht darum, dauerhaft eine vermeintlich perfekte Körperhaltung einzunehmen.

Vielmehr sollte der Körper unterschiedliche Positionen und Belastungen bewältigen können.

Regelmäßige Bewegung und ein schrittweiser Kraftaufbau können dazu beitragen.

Gerade deshalb kann es sinnvoll sein, neben dem Beckenbodentraining auch Rücken, Beine und Oberkörper wieder gezielt zu trainieren.

Atmung und Beckenboden beeinflussen sich gegenseitig

Auch die Atmung gehört zur Funktion der Körpermitte.

Das Zwerchfell verändert beim Atmen den Druck im Bauchraum. Der Beckenboden reagiert auf diese Veränderungen.

Deshalb kann die bewusste Wahrnehmung der Atmung gerade zu Beginn der Rückbildung hilfreich sein.

Dabei geht es nicht darum, im Alltag ständig über die eigene Atmung nachdenken zu müssen.

Vielmehr kann zunächst gelernt werden, Bewegungen kontrolliert auszuführen, ohne bei jeder Anstrengung automatisch die Luft anzuhalten und stark zu pressen.

Mit zunehmender Trainingserfahrung soll dieses Zusammenspiel wieder selbstverständlich werden.

Beine und Hüfte entlasten die Körpermitte nicht – sie gehören dazu

Beim Thema Rückbildung werden Beine und Hüfte manchmal beinahe vergessen.

Dabei spielen sie für viele Alltagsbewegungen eine entscheidende Rolle.

Je mehr Kraft beispielsweise beim Aufstehen oder Heben aus den Beinen zur Verfügung steht, desto besser kann der gesamte Körper die jeweilige Aufgabe bewältigen.

Deshalb können Übungen wie angepasste Kniebeugen, kontrolliertes Aufstehen, Übungen für die Hüftmuskulatur und später weitere Kraftübungen Bestandteil eines umfassenden Trainings sein.

Aus einem zunächst sehr spezifischen Beckenbodentraining nach der Geburt entwickelt sich dadurch nach und nach wieder ein Training des gesamten Körpers.

Funktion statt ausschließlich Aussehen

Nach einer Schwangerschaft entsteht häufig ein großer gesellschaftlicher Druck, möglichst schnell wieder den Körper von vor der Schwangerschaft zu erreichen.

Für eine sinnvolle Rückbildung sollte jedoch zunächst die Funktion im Vordergrund stehen.

Kann ich mein Kind ohne Beschwerden tragen?

Kann ich längere Strecken gehen?

Kann ich Treppen steigen?

Kann ich wieder trainieren?

Kann mein Körper steigende Belastungen bewältigen, ohne dass beispielsweise Urinverlust, Schmerzen oder ein Druckgefühl auftreten?

Solche Fragen sagen über die körperliche Belastbarkeit häufig mehr aus als der Blick auf das äußere Erscheinungsbild.

Gerade für die Frauengesundheit nach der Schwangerschaft ist deshalb ein funktioneller Ansatz sinnvoll.

Vom Beckenbodentraining zurück zum normalen Training

Langfristig sollte Rückbildung keine dauerhafte Sonderform von Bewegung bleiben.

Das Ziel besteht vielmehr darin, wieder zu normalen körperlichen Aktivitäten zurückzukehren.

Welche das sind, hängt von der jeweiligen Frau ab.

Für die eine bedeutet das regelmäßiges Krafttraining. Eine andere möchte wieder joggen, Rad fahren, schwimmen oder an einem Kurs teilnehmen. Für eine weitere Frau steht zunächst ein beschwerdefreier Alltag im Mittelpunkt.

Der Weg dorthin kann unterschiedlich lang sein.

Mit zunehmender Belastbarkeit sollten die Übungen jedoch immer stärker den Anforderungen entsprechen, die später tatsächlich bewältigt werden sollen.

Wer wieder laufen möchte, muss den Körper irgendwann auf die wiederholten Belastungen beim Laufen vorbereiten.

Wer schwerere Gewichte bewegen möchte, benötigt einen entsprechenden Kraftaufbau.

Der Beckenboden wird dabei zunehmend wieder zu dem, was er auch vor der Schwangerschaft war: ein selbstverständlicher Bestandteil eines funktionierenden Bewegungssystems.

Körpermitte und Beckenbodentraining in Essen

Wer nach der Schwangerschaft nach Beckenbodentraining in Essen sucht, sollte deshalb nicht ausschließlich nach isolierten Übungen für den Beckenboden schauen.

Ein langfristiger Aufbau berücksichtigt idealerweise den gesamten Körper.

Beim TVG 1893 in Essen lässt sich das Thema in den Bereich Frauengesundheit, Rückbildung und Bewegung einordnen. Je nach Ausgangssituation können angeleitete Bewegungsangebote oder bei bestehenden Beschwerden eine individuelle Physiotherapie in Essen sinnvoll sein.

Gerade wenn Schmerzen, anhaltender Urinverlust, ein Druckgefühl oder andere Einschränkungen bestehen, kann ein allgemeines Trainingsprogramm jedoch an seine Grenzen kommen.

Wann nach einer Schwangerschaft eine individuelle Physiotherapie sinnvoll sein kann und bei welchen Beschwerden eine genauere Untersuchung empfehlenswert ist, betrachten wir deshalb im nächsten Kapitel.

7. Wann ist Physiotherapie nach der Schwangerschaft sinnvoll?

Physiotherapeut behandelt eine Patientin beim TVG 1893 in Essen

Nicht jede Frau benötigt nach einer Schwangerschaft automatisch Physiotherapie. Viele körperliche Veränderungen entwickeln sich im Rahmen der Erholung und einer gut aufgebauten Rückbildung Schritt für Schritt weiter.

Es gibt jedoch Situationen, in denen eine individuelle physiotherapeutische Betreuung sinnvoll sein kann.

Das gilt insbesondere dann, wenn Beschwerden bestehen, bestimmte Bewegungen nicht gut funktionieren oder Unsicherheit darüber besteht, wie die körperliche Belastung gesteigert werden kann.

Eine Physiotherapie nach der Schwangerschaft kann dann genauer betrachten, welche Faktoren zu den Beschwerden beitragen und welche Übungen zur individuellen Situation passen.

Wenn Beckenbodenbeschwerden bestehen

Ein häufiger Anlass für eine physiotherapeutische Betreuung sind Beschwerden im Bereich des Beckenbodens.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • ungewollter Urinverlust,
  • ein Druck- oder Schweregefühl im Becken,
  • Schmerzen,
  • Schwierigkeiten bei bestimmten Belastungen,
  • Unsicherheit bei der Anspannung oder Entspannung des Beckenbodens.

Gerade bei solchen Beschwerden reicht ein allgemeines Beckenbodentraining nach der Geburt möglicherweise nicht aus.

Denn zunächst sollte geklärt werden, welche Funktion tatsächlich beeinträchtigt ist.

Nicht jedes Beckenbodenproblem entsteht ausschließlich durch mangelnde Kraft. Auch Koordination, Wahrnehmung, Entspannungsfähigkeit und das Zusammenspiel mit der übrigen Körpermitte können eine Rolle spielen.

Eine individuelle physiotherapeutische Betrachtung ermöglicht deshalb ein gezielteres Vorgehen als ein allgemeines Übungsprogramm.

Bei anhaltenden Rücken- oder Beckenbeschwerden

Auch Rücken- und Beckenbeschwerden können nach der Geburt ein Grund für Physiotherapie sein.

Der Alltag mit einem Baby bringt neue Belastungen mit sich.

Häufiges Heben und Tragen, Füttern, Wickeln und teilweise längeres Sitzen in ungewohnten Positionen können Rücken, Schultern und Nacken beanspruchen.

Dabei gibt es nicht die eine perfekte Haltung, die alle Beschwerden verhindert.

Vielmehr kann es darum gehen, wieder mehr Belastbarkeit aufzubauen, Bewegungen zu variieren und geeignete Strategien für den Alltag zu entwickeln.

Eine Physiotherapie in Essen kann beispielsweise untersuchen, bei welchen Bewegungen Beschwerden auftreten und welche Übungen dabei helfen können, Kraft und Beweglichkeit schrittweise weiterzuentwickeln.

Wenn die Rückkehr zum Sport Schwierigkeiten bereitet

Manchmal treten Probleme erst auf, wenn die Belastung deutlich gesteigert wird.

Der normale Alltag funktioniert bereits gut. Spaziergänge sind problemlos möglich und auch längeres Stehen oder Treppensteigen bereitet keine Schwierigkeiten.

Beim ersten Laufversuch tritt jedoch Urinverlust auf.

Bei Sprüngen entsteht ein Druckgefühl.

Oder bestimmte Kraftübungen verursachen Beschwerden.

In solchen Situationen kann eine physiotherapeutische Einschätzung helfen, die Lücke zwischen der aktuellen Belastbarkeit und den Anforderungen der gewünschten Sportart zu erkennen.

Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass der jeweilige Sport grundsätzlich ungeeignet ist.

Möglicherweise ist lediglich ein weiterer gezielter Belastungsaufbau notwendig.

Wenn Unsicherheit das Training bestimmt

Physiotherapie kann auch dann sinnvoll sein, wenn nicht starke Schmerzen, sondern vor allem Unsicherheit den Wiedereinstieg in Bewegung verhindert.

Nach Schwangerschaft und Geburt hören Frauen zahlreiche unterschiedliche Empfehlungen.

„Du darfst noch keine Bauchmuskeln trainieren.“

„Joggen ist schlecht für den Beckenboden.“

„Du musst den Beckenboden bei jeder Übung anspannen.“

„Nach einem Kaiserschnitt brauchst du keine Rückbildung.“

Solche pauschalen Aussagen können mehr verunsichern als helfen.

Die entscheidende Frage lautet nicht, welche allgemeine Regel im Internet kursiert, sondern welche Belastungen zur individuellen Situation passen.

Ein physiotherapeutischer Befund kann dabei helfen, die eigenen Möglichkeiten besser einzuschätzen und einen nachvollziehbaren Weg zurück zu mehr Bewegung zu entwickeln.

Physiotherapie kann den aktuellen Stand beurteilen

Am Anfang einer physiotherapeutischen Betreuung steht deshalb eine individuelle Betrachtung.

Dabei können beispielsweise Beschwerden, bisherige körperliche Aktivität, Beweglichkeit, Kraft und die persönlichen Ziele berücksichtigt werden.

Eine Frau möchte vielleicht wieder problemlos ihren Alltag bewältigen.

Eine andere möchte zurück zum Joggen.

Eine dritte plant den Wiedereinstieg ins Krafttraining oder in ihren bisherigen Sport.

Diese Ziele stellen unterschiedliche Anforderungen an den Körper.

Eine sinnvolle Physiotherapie nach der Schwangerschaft sollte deshalb nicht nur fragen:

„Was tut weh?“

Ebenso wichtig ist:

„Was möchtest du wieder können?“

Ausgehend davon können geeignete Übungen und Belastungssteigerungen entwickelt werden.

Ziel ist möglichst viel Selbstständigkeit

Physiotherapie sollte nicht bedeuten, dauerhaft auf eine Behandlung angewiesen zu sein.

Gerade nach einer Schwangerschaft kann ein wichtiger Bestandteil darin bestehen, Frauen Wissen und Übungen an die Hand zu geben, mit denen sie selbstständig weiterarbeiten können.

Welche Bewegungen funktionieren bereits gut?

Welche Bereiche benötigen noch mehr Kraft?

Wie kann die Belastung gesteigert werden?

Wie reagiert der Beckenboden auf unterschiedliche Übungen?

Solche Fragen können dabei helfen, das eigene Training zunehmend wieder selbst zu steuern.

Damit wird Physiotherapie zu einer möglichen Brücke zwischen bestehenden Beschwerden und der Rückkehr zu regelmäßiger körperlicher Aktivität.

Physiotherapie ersetzt nicht die ärztliche Abklärung

Auch nach einer Schwangerschaft hat Physiotherapie Grenzen.

Bei starken oder ungewöhnlichen Schmerzen, Fieber, Problemen mit der Wundheilung, stärkeren Blutungen oder anderen plötzlich auftretenden beziehungsweise medizinisch auƯälligen Beschwerden sollte zunächst ärztlicher Rat eingeholt werden.

Auch bei Beschwerden, deren Ursache unklar ist, kann eine medizinische Abklärung notwendig sein.

Physiotherapie kann anschließend bei entsprechenden Beschwerden des Bewegungsapparates oder des Beckenbodens unterstützen.

Physiotherapie und Beckenbodentraining in Essen

Frauen, die nach ihrer Schwangerschaft nach Physiotherapie in Essen, Rückbildung in Essen oder Unterstützung beim Beckenbodentraining in Essen suchen, haben unterschiedliche Bedürfnisse.

Ein allgemeines Bewegungsangebot kann für viele Frauen ein guter Weg sein, wieder aktiver zu werden.

Bei konkreten Beschwerden ist dagegen häufig eine individuelle Betrachtung sinnvoller.

Beim TVG 1893 in Essen lässt sich Physiotherapie in einen größeren Zusammenhang von Bewegung und Frauengesundheit einordnen.

Dabei sollte das langfristige Ziel nicht darin bestehen, den Körper dauerhaft als besonders empfindlich zu behandeln.

Nach Schwangerschaft und Geburt geht es vielmehr darum, Belastbarkeit wieder aufzubauen und zunehmend Vertrauen in den eigenen Körper zu gewinnen.

Von der Physiotherapie zurück in die Bewegung

Für viele Frauen ist genau das der entscheidende Punkt.

Sie möchten nicht dauerhaft Patientin sein.

Sie möchten wieder laufen, trainieren, schwimmen, an Kursen teilnehmen oder einfach ohne Gedanken an den Beckenboden körperlich aktiv sein können.

Physiotherapie kann – wenn sie notwendig ist – einen Teil dieses Weges begleiten.

Anschließend geht es darum, die körperliche Belastung zunehmend an das tatsächliche Ziel anzupassen.

Denn zwischen einer kontrollierten Rückbildungsübung und beispielsweise Joggen, Springen oder intensivem Krafttraining liegt ein deutlicher Unterschied.

Wie der Wiedereinstieg in Sport und Training nach der Schwangerschaft schrittweise aufgebaut werden kann, betrachten wir deshalb im nächsten Kapitel.

8. Zurück zu Sport und Training: Belastung schrittweise steigern

Nach Schwangerschaft, Geburt und den ersten Phasen der Rückbildung kommt für viele Frauen irgendwann die Frage: Wann kann ich wieder richtig Sport machen?

Eine allgemeingültige Antwort gibt es darauf nicht.

Der Wiedereinstieg hängt unter anderem vom Verlauf der Schwangerschaft und Geburt, der individuellen Erholung, dem bisherigen Trainingszustand und möglichen Beschwerden ab. Auch die gewünschte Sportart spielt eine wichtige Rolle.

Ein Spaziergang stellt andere Anforderungen an den Körper als Joggen. Kontrolliertes Krafttraining unterscheidet sich von Sprüngen oder schnellen Richtungswechseln.

Deshalb sollte die Rückkehr zum Sport weniger nach einem festen Kalender als nach der individuellen Belastbarkeit erfolgen.

Von der Rückbildung zum Training

Eine gut aufgebaute Rückbildung nach der Geburt schaƯt wichtige Grundlagen für spätere sportliche Belastungen.

Zu Beginn stehen möglicherweise Wahrnehmung, Atmung und einfache Bewegungen im Mittelpunkt. Anschließend können Kraft und Koordination zunehmend trainiert werden.

Irgendwann reicht es jedoch nicht mehr aus, ausschließlich typische Rückbildungsübungen durchzuführen.

Wer beispielsweise wieder Krafttraining betreiben möchte, muss den Körper schrittweise an höhere Widerstände gewöhnen.

Wer wieder laufen möchte, benötigt Belastbarkeit für die wiederkehrenden Belastungen beim Joggen.

Und wer eine Sportart mit Sprüngen, schnellen Bewegungen oder Richtungswechseln ausübt, muss auch genau auf solche Anforderungen vorbereitet werden.

Rückbildung und Sport sind deshalb keine vollständig getrennten Bereiche. Im Idealfall entsteht ein fließender Übergang.

Zunächst den Alltag als Orientierung nutzen

Bevor die sportliche Belastung deutlich gesteigert wird, kann zunächst betrachtet werden, wie der Körper alltägliche Anforderungen bewältigt.

Kann ich längere Strecken gehen?

Kann ich Treppen steigen?

Kann ich mein Kind tragen?

Kann ich mich wiederholt hinsetzen und aufstehen?

Funktionieren diese Belastungen ohne Schmerzen, ungewollten Urinverlust oder ein deutliches Druck- beziehungsweise Schweregefühl im Bereich des Beckenbodens?

Solche Beobachtungen können Hinweise darauf geben, wie gut die aktuelle Belastbarkeit bereits entwickelt ist.

Sie ersetzen keine individuelle Untersuchung, können aber helfen, den eigenen Fortschritt realistischer einzuschätzen.

Krafttraining kann Teil des Wiedereinstiegs sein

Krafttraining wird nach einer Schwangerschaft manchmal mit besonderer Vorsicht betrachtet.

Dabei kann ein schrittweiser Kraftaufbau gerade für den Alltag sehr sinnvoll sein.

Das Baby wird schließlich nicht leichter.

Heben, Tragen und viele weitere Aufgaben verlangen zunehmend Kraft.

Ein angepasstes Training für Beine, Rücken, Oberkörper und Körpermitte kann deshalb einen wichtigen Bestandteil des Wiedereinstiegs bilden.

Zu Beginn können Übungen mit geringerer Belastung gewählt werden. Funktionieren diese gut, lässt sich der Widerstand schrittweise erhöhen.

Dabei sollte auch der Beckenboden auf die steigende Belastung vorbereitet werden.

Das langfristige Ziel ist nicht, dauerhaft nur besonders leichte „Rückbildungsübungen“ durchführen zu können. Vielmehr soll der gesamte Körper wieder stärker und belastbarer werden.

Der Wiedereinstieg ins Joggen

Joggen stellt höhere Anforderungen an den Körper als normales Gehen.

Bei jedem Schritt muss der Körper die entstehenden Kräfte aufnehmen und kontrollieren. Auch der Beckenboden wird dabei wiederholt belastet.

Deshalb kann es sinnvoll sein, vor dem vollständigen Wiedereinstieg zunächst eine ausreichende Grundlage aus Kraft, Koordination und allgemeiner Belastbarkeit aufzubauen.

Der Einstieg kann anschließend schrittweise erfolgen.

Statt sofort die frühere Laufstrecke und Geschwindigkeit anzustreben, können zunächst kürzere Belastungsabschnitte gewählt werden.

Dabei sollte beobachtet werden, wie der Körper während und nach dem Training reagiert.

Treten wiederholt Urinverlust, Schmerzen oder ein deutliches Druckgefühl auf, ist es sinnvoller, die Situation genauer zu betrachten, als die Symptome einfach zu ignorieren.

Springen und intensive Sportarten stellen höhere Anforderungen

Ähnliches gilt für Sportarten mit Sprüngen, schnellen Richtungswechseln oder intensiven Belastungsspitzen.

Der Beckenboden muss hier deutlich schneller und unter höheren Belastungen reagieren als bei einer kontrollierten Übung auf einer Matte.

Wer zu solchen Sportarten zurückkehren möchte, sollte deshalb auch entsprechend darauf vorbereitet werden.

Das Training kann sich schrittweise entwickeln:

zunächst kontrollierte Kraftübungen, später dynamischere Bewegungen und schließlich sportartspezifische Belastungen.

Dadurch bekommt der Körper die Möglichkeit, sich an die zunehmenden Anforderungen anzupassen.

Beckenbodentraining wird zunehmend funktioneller

Zu Beginn der Rückbildung kann es sinnvoll sein, den Beckenboden sehr bewusst wahrzunehmen.

Beim späteren Sport sollte jedoch nicht jede einzelne Bewegung von dem Gedanken begleitet sein: „Jetzt muss ich meinen Beckenboden anspannen.“

Mit zunehmender Belastbarkeit sollte das Zusammenspiel der Muskulatur wieder automatischer funktionieren.

Genau darin liegt ein wichtiges Ziel des Beckenbodentrainings nach der Schwangerschaft.

Der Beckenboden soll nicht dauerhaft als isoliertes Problem behandelt werden. Er soll wieder Teil eines belastbaren Körpers werden, der auf unterschiedliche Anforderungen reagieren kann.

Beschwerden beim Sport nicht einfach akzeptieren

Gerade ungewollter Urinverlust wird beim Sport manchmal verharmlost.

Nach dem Motto: Nach einer Geburt sei das beim Springen oder Laufen eben normal.

Eine solche Einstellung kann dazu führen, dass Frauen entweder Beschwerden dauerhaft hinnehmen oder bestimmte Aktivitäten vollständig vermeiden.

Beides muss nicht die einzige Lösung sein.

Wenn beim Wiedereinstieg in den Sport wiederholt Beschwerden auftreten, kann eine individuelle fachliche Beurteilung sinnvoll sein.

Eine Physiotherapie nach der Schwangerschaft kann beispielsweise dabei helfen, die aktuelle Belastbarkeit zu beurteilen und mögliche Lücken zwischen Rückbildung und sportlichen Anforderungen zu erkennen.

Nicht das frühere Leistungsniveau zum Ausgangspunkt machen

Wer vor der Schwangerschaft regelmäßig Sport betrieben hat, erinnert sich verständlicherweise an die damalige Leistungsfähigkeit.

Diese kann langfristig wieder ein Ziel sein.

Sie sollte jedoch nicht zwangsläufig der Ausgangspunkt für die ersten Trainingseinheiten nach der Geburt sein.

Ein schrittweiser Wiedereinstieg bedeutet nicht, dass der Körper dauerhaft geschont werden muss.

Im Gegenteil: Belastung ist notwendig, damit wieder Belastbarkeit entstehen kann.

Entscheidend ist die Dosierung.

Ist eine Belastungsstufe gut verträglich, kann die nächste folgen.

Dadurch entwickelt sich das Training kontinuierlich weiter.

Beckenbodentraining und sportlicher Wiedereinstieg in Essen

Frauen, die nach der Schwangerschaft nach Beckenbodentraining in Essen oder Unterstützung beim sportlichen Wiedereinstieg suchen, können sehr unterschiedliche Ziele haben.

Für die eine bedeutet Erfolg, wieder eine längere Wanderung machen zu können. Eine andere möchte zurück zum Joggen oder ins Fitnessstudio. Wieder eine andere möchte an Kursen teilnehmen oder ihre bisherige Sportart wieder aufnehmen.

Beim TVG 1893 in Essen lässt sich dieser Weg in den größeren Bereich von Frauengesundheit, Rückbildung und Bewegung einordnen.

Bei konkreten Beschwerden kann eine individuelle Physiotherapie in Essen sinnvoll sein. Anschließend kann der Übergang zu zunehmender körperlicher Aktivität und regelmäßigem Training erfolgen.

Das Ziel bleibt dabei unabhängig von der gewählten Sportart ähnlich:

Der Körper soll nach Schwangerschaft und Geburt nicht dauerhaft geschont, sondern schrittweise wieder belastbar gemacht werden.

Welche Möglichkeiten sich beim TVG 1893 in Essen rund um Beckenbodentraining, Rückbildung, Physiotherapie und Bewegung verbinden lassen, betrachten wir im nächsten Kapitel.

9. Beckenbodentraining und Rückbildung beim TVG 1893 in Essen

Gruppenkurs beim TVG 1893 in Essen

Nach einer Schwangerschaft sind die Ziele von Frau zu Frau unterschiedlich. Manche möchten zunächst wieder mehr Sicherheit bei alltäglichen Bewegungen gewinnen. Andere möchten gezielt ihren Beckenboden stärken, wieder mit regelmäßigem Training beginnen oder nach Beschwerden Schritt für Schritt zu ihrer früheren sportlichen Aktivität zurückkehren.

Beim TVG 1893 in Essen treƯen dafür verschiedene Bereiche aufeinander: Physiotherapie, gesundheitsorientiertes Training, Präventionsangebote und weitere Bewegungsmöglichkeiten werden unter einem Dach miteinander verbunden.

Gerade für die Zeit nach einer Schwangerschaft kann dieser Ansatz interessant sein. Denn Rückbildung ist langfristig kein isoliertes Thema. Aus ersten Übungen für Beckenboden und Körpermitte soll schließlich wieder normale Bewegung entstehen.

Der Ausgangspunkt ist immer individuell

Nach Schwangerschaft und Geburt gibt es keinen einheitlichen Trainingsstand.

Eine Frau ist möglicherweise weitgehend beschwerdefrei und möchte nach ihrer Rückbildung wieder regelmäßig Sport treiben.

Eine andere bemerkt beim Husten, Niesen oder bei ersten sportlichen Belastungen noch ungewollten Urinverlust.

Bei einer weiteren Frau stehen Rückenbeschwerden oder Unsicherheit beim Training im Vordergrund.

Entsprechend unterschiedlich sollte der weitere Weg aussehen.

Wer nach Beckenbodentraining in Essen sucht, benötigt deshalb nicht zwangsläufig dasselbe Angebot wie eine Frau mit konkreten Beschwerden, die eine individuelle physiotherapeutische Betreuung benötigt.

Bei Beschwerden kann Physiotherapie sinnvoll sein

Bestehen nach der Schwangerschaft anhaltende Beschwerden, kann eine individuelle Physiotherapie in Essen ein sinnvoller Baustein sein.

Dabei geht es nicht ausschließlich darum, einzelne Übungen vorzugeben.

Vielmehr können die aktuelle Situation, vorhandene Beschwerden und persönliche Bewegungsziele betrachtet werden. Daraus lässt sich ableiten, welche Maßnahmen und Belastungen individuell geeignet sind.

Der TVG 1893 bietet in seinem Gesundheitszentrum Physiotherapie und gesundheitsorientiertes Training an und verfolgt dabei einen individuellen Ansatz, der Therapie und Bewegung miteinander verbindet.

Gerade nach einer Schwangerschaft kann diese Verbindung wichtig werden.

Denn das langfristige Ziel einer physiotherapeutischen Betreuung sollte nicht darin bestehen, dauerhaft Patientin zu bleiben. Vielmehr soll – soweit es die individuelle Situation ermöglicht – wieder mehr selbstständige Bewegung entstehen.

Vom Beckenboden zum Training des ganzen Körpers

Ein gezieltes Beckenbodentraining nach der Geburt kann zunächst einen wichtigen Schwerpunkt bilden.

Mit zunehmender Belastbarkeit sollte der Blick jedoch größer werden.

Bauch und Rücken benötigen Kraft. Beine und Hüfte müssen alltägliche Belastungen bewältigen. Ausdauer und Beweglichkeit spielen ebenfalls eine Rolle.

Beim TVG 1893 stehen dafür neben der Physiotherapie verschiedene Möglichkeiten für gesundheitsorientierte Bewegung zur Verfügung. Das betreute Gerätetraining verbindet beispielsweise Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination und wird individuell an Voraussetzungen und Ziele angepasst.

Damit kann sich aus einem zunächst sehr spezifischen Thema wie Rückbildung langfristig wieder ein umfassenderes Training entwickeln.

Rückbildung ist nicht das Ende des Weges

Ein Rückbildungskurs oder die ersten Wochen des Beckenbodentrainings sollten deshalb nicht als Endpunkt verstanden werden.

Sie schaƯen vielmehr Grundlagen.

Anschließend stellt sich die Frage, welche körperlichen Ziele eine Frau erreichen möchte.

Soll der normale Alltag wieder problemlos funktionieren?

Soll regelmäßiges Gesundheitstraining Bestandteil der Woche werden?

Ist die Rückkehr zum Joggen geplant?

Oder soll wieder Krafttraining beziehungsweise eine andere Sportart ausgeübt werden?

Je konkreter das Ziel ist, desto gezielter kann auch die Belastung aufgebaut werden.

Ein Gesundheitszentrum, in dem Therapie und Training miteinander verbunden werden können, bietet dafür den Vorteil, dass der Weg nicht zwangsläufig mit dem Ende einer physiotherapeutischen Behandlung aufhören muss.

Bewegung rund um die Schwangerschaft

Auch die Schwangerschaft selbst wird beim TVG 1893 bereits als Phase betrachtet, in der angepasste Bewegung eine Rolle spielen kann.

Mit „Fit in der Schwangerschaft“ bietet der TVG 1893 in Essen einen eigenen Präventionskurs für werdende Mütter an. Das Angebot verbindet Bewegung während der Schwangerschaft mit professioneller Begleitung und ist als Präventionsangebot konzipiert.

Damit lässt sich Frauengesundheit nicht nur auf einen einzelnen Zeitpunkt reduzieren.

Vor der Geburt verändern sich die körperlichen Anforderungen. Nach der Geburt folgen Erholung und Rückbildung. Danach kann die Belastung zunehmend wieder gesteigert werden.

So entsteht ein kontinuierlicher Weg:

Schwangerschaft → Erholung → Rückbildung → Beckenbodentraining → Kraftaufbau → regelmäßige Bewegung und Sport.

Nicht jede Frau benötigt dabei jede Form der Unterstützung. Entscheidend ist, was zur jeweiligen Lebensphase und körperlichen Situation passt.

Training nach der Rückbildung weiterentwickeln

Ist die erste Rückbildungsphase abgeschlossen und sind entsprechende Belastungen gut möglich, kann das Training zunehmend vielseitiger werden.

Beim TVG 1893 in Essen stehen dafür unter anderem betreutes Gerätetraining, Gruppenkurse und Präventionsangebote zur Verfügung. Der Verein verbindet diese Angebote mit Physiotherapie, Rehasport und weiteren gesundheitsorientierten Bereichen.

Für Frauen nach einer Schwangerschaft kann dadurch ein fließender Übergang entstehen.

Aus einzelnen Übungen für den Beckenboden werden beispielsweise Übungen für Beine und Körpermitte. Anschließend können Widerstände erhöht, die Ausdauer verbessert und Bewegungen anspruchsvoller gestaltet werden.

Das Ziel ist nicht, dauerhaft in einem speziellen „Training nach der Schwangerschaft“ zu bleiben.

Das Ziel ist die Rückkehr zu einem aktiven Leben.

Bei Beschwerden den passenden Weg wählen

Dabei sollte allerdings weiterhin zwischen allgemeinem Training und der Behandlung konkreter Beschwerden unterschieden werden.

Wer beschwerdefrei ist und seine körperliche Leistungsfähigkeit wieder aufbauen möchte, benötigt möglicherweise vor allem ein geeignetes Trainingsangebot.

Wer dagegen beispielsweise unter anhaltendem Urinverlust, Schmerzen oder einem Druckgefühl leidet, sollte solche Beschwerden nicht einfach wegtrainieren.

Hier kann zunächst eine individuelle medizinische oder physiotherapeutische Einschätzung sinnvoll sein.

Anschließend kann entschieden werden, welche Belastungen momentan geeignet sind und wie der weitere Aufbau aussehen kann.

Frauengesundheit beim TVG 1893 in Essen

Das Thema Frauengesundheit in Essen endet damit weder bei der Schwangerschaft noch bei der Rückbildung.

Langfristig geht es um körperliche Gesundheit und die Möglichkeit, sich im Alltag und beim Sport belastbar zu fühlen.

Der TVG 1893 in Essen verbindet dafür verschiedene Bereiche rund um Therapie, Prävention und Training in seinem Gesundheitszentrum.

Für Frauen nach einer Schwangerschaft kann das bedeuten, abhängig von der persönlichen Situation unterschiedliche Wege zu nutzen: bei Beschwerden physiotherapeutische Unterstützung, für den weiteren Aufbau gezieltes Training und langfristig regelmäßige Bewegung.

Beckenbodentraining und Rückbildung sind damit nicht das eigentliche Ziel. Sie bilden vielmehr die Grundlage dafür, wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu gewinnen und Schritt für Schritt zu mehr Belastbarkeit und Bewegung zurückzukehren.

Im abschließenden Kapitel fassen wir deshalb zusammen, warum ein belastbarer Beckenboden vor allem eines ermöglichen soll: wieder selbstverständlich und mit Vertrauen aktiv zu sein.

10. Fazit: Mit einem belastbaren Beckenboden zurück zu mehr Bewegung

Schwangerschaft und Geburt stellen den Körper vor besondere Anforderungen. Der Beckenboden verändert sich dabei ebenso wie Bauchmuskulatur, Rücken und die gesamte Körpermitte.

Nach der Geburt benötigt der Körper deshalb Zeit, um sich zu erholen und wieder an zunehmende Belastungen anzupassen.

Rückbildung und Beckenbodentraining nach der Schwangerschaft können wichtige Bestandteile dieses Weges sein. Das langfristige Ziel sollte jedoch nicht darin bestehen, dauerhaft spezielle Übungen für den Beckenboden durchführen zu müssen.

Vielmehr geht es darum, wieder einen Körper aufzubauen, der Alltag, Bewegung und Sport zuverlässig bewältigen kann.

Rückbildung beginnt individuell

Es gibt keinen einheitlichen Zeitpunkt, an dem jede Frau nach der Geburt wieder dieselben Dinge können muss.

Schwangerschaften unterscheiden sich ebenso wie Geburten, körperliche Voraussetzungen und persönliche Ziele.

Auch der Alltag nach der Geburt ist unterschiedlich.

Deshalb sollte sich die Rückbildung nicht daran orientieren, was andere Frauen bereits wieder machen.

Viel wichtiger ist die Frage:

Was kann mein Körper momentan gut bewältigen und was ist der nächste sinnvolle Schritt?

Für die eine Frau beginnt dieser Weg mit kurzen Spaziergängen und einfachen Wahrnehmungsübungen. Eine andere kann früher mit einem umfangreicheren Krafttraining beginnen.

Entscheidend ist die individuelle Belastbarkeit.

Beckenbodentraining bedeutet mehr als Anspannen

Ein wichtiger Punkt zieht sich durch das gesamte Thema Beckenbodentraining nach der Geburt:

Der Beckenboden muss nicht einfach nur möglichst stark werden.

Er muss funktionieren.

Dazu gehört, Spannung aufbauen zu können, wenn sie benötigt wird. Ebenso wichtig sind Entspannung, Koordination und das Zusammenspiel mit Atmung und übriger Körpermitte.

Ein gutes Beckenbodentraining entwickelt sich deshalb weiter.

Aus ersten Wahrnehmungsübungen entstehen Bewegungen. Aus einfachen Bewegungen werden Kräftigungsübungen. Und aus diesen Übungen entwickelt sich schließlich wieder normales Training.

Der Beckenboden wird zunehmend weniger isoliert betrachtet und wieder zu einem selbstverständlichen Bestandteil des gesamten Bewegungssystems.

Bauch, Rücken und Beine gehören dazu

Auch deshalb sollte Rückbildung nicht ausschließlich auf den Beckenboden reduziert werden.

Wer sein Kind trägt, benötigt Kraft in Armen, Rücken und Beinen.

Wer aus einer tiefen Position aufsteht, nutzt Beine und Hüfte.

Wer später wieder läuft oder Krafttraining betreibt, benötigt eine belastbare Körpermitte und ausreichend Kraft im gesamten Körper.

Ein sinnvoller Wiederaufbau berücksichtigt deshalb verschiedene Bereiche.

Das ist auch für die langfristige Frauengesundheit wichtig.

Das Ziel nach einer Schwangerschaft sollte nicht ausschließlich darin bestehen, einen bestimmten Muskel zu trainieren oder möglichst schnell wieder so auszusehen wie zuvor.

Viel wichtiger ist die Frage, was der Körper wieder leisten kann.

Beschwerden sollten nicht zum dauerhaften Begleiter werden

Ungewollter Urinverlust beim Husten, Niesen, Springen oder Laufen wird nach einer Geburt manchmal als unvermeidbar betrachtet.

Auch Druckgefühle oder andere Beckenbodenbeschwerden werden teilweise lange verschwiegen.

Solche Symptome müssen jedoch nicht einfach akzeptiert werden.

Treten Beschwerden auf, bleiben sie bestehen oder verhindern sie die Rückkehr zu gewünschten Aktivitäten, kann eine fachliche Beurteilung sinnvoll sein.

Eine individuelle Physiotherapie nach der Schwangerschaft kann dabei helfen, die Situation genauer zu betrachten und geeignete Übungen beziehungsweise Belastungsstrategien zu entwickeln.

Das gilt auch dann, wenn nicht Schmerzen, sondern vor allem Unsicherheit das Training bestimmt.

Physiotherapie kann eine Brücke zurück zur Aktivität sein

Eine Physiotherapie in Essen kann bei konkreten Beschwerden einen Teil des Weges zurück zu mehr Bewegung begleiten.

Langfristig sollte jedoch möglichst viel Selbstständigkeit entstehen.

Frauen sollen verstehen, wie sie Belastungen steigern können, welche Übungen zu ihren Zielen passen und wie ihr Körper auf unterschiedliche Anforderungen reagiert.

Aus der Patientin wird damit zunehmend wieder eine aktive Sportlerin, Kursteilnehmerin oder einfach eine Frau, die ihren Alltag ohne ständige Gedanken an mögliche körperliche Einschränkungen gestalten kann.

Genau darin liegt ein wichtiges Ziel der Rückbildung.

Schritt für Schritt zurück zum Sport

Wer nach der Geburt wieder Sport treiben möchte, muss nicht dauerhaft vorsichtig bleiben.

Gleichzeitig ist es sinnvoll, nicht unmittelbar vom ersten Beckenbodentraining zur früheren Maximalbelastung zu wechseln.

Dazwischen liegt der Belastungsaufbau.

Kraft kann gesteigert werden. Bewegungen können dynamischer werden. Spaziergänge können länger werden. Später können – abhängig von der individuellen Situation – beispielsweise Laufbelastungen, Sprünge oder intensiveres Krafttraining hinzukommen.

Der Körper erhält dadurch die Möglichkeit, sich Schritt für Schritt an steigende Anforderungen anzupassen.

Belastung ist dabei nicht der Gegner der Rückbildung – sinnvoll dosierte Belastung ist ein Teil davon.

Beckenbodentraining und Frauengesundheit in Essen

Wer nach Beckenbodentraining in Essen, Rückbildung in Essen oder Unterstützung nach einer Schwangerschaft sucht, sollte deshalb zunächst überlegen, welches Ziel im Vordergrund steht.

Geht es um einen begleiteten Wiedereinstieg in Bewegung?

Bestehen konkrete Beschwerden?

Soll nach der Rückbildung wieder regelmäßiges Training aufgenommen werden?

Oder ist die Rückkehr zu einer bestimmten Sportart das Ziel?

Beim TVG 1893 in Essen lassen sich die Themen Physiotherapie, Bewegung und Frauengesundheit miteinander verbinden.

Je nach individueller Situation kann dabei eine Physiotherapie in Essen bei bestehenden Beschwerden sinnvoll sein, während anschließend beziehungsweise bei Beschwerdefreiheit der weitere Aufbau über geeignete Bewegungs- und Trainingsangebote erfolgen kann.

Rückbildung ist der Anfang, nicht das Ende

Die Zeit nach der Schwangerschaft ist eine Übergangsphase.

Der Körper verändert sich erneut, erholt sich und entwickelt schrittweise wieder mehr Belastbarkeit.

Beckenbodentraining nach der Schwangerschaft kann dabei eine wichtige Grundlage schaƯen.

Doch das eigentliche Ziel reicht weiter.

Es geht darum, wieder ohne Angst vor Belastung spazieren zu gehen, das Kind zu tragen, Treppen zu steigen, zu trainieren, zu laufen oder den persönlichen Lieblingssport auszuüben.

Ein belastbarer Beckenboden soll Bewegung nicht ständig zum Thema machen.

Im besten Fall ermöglicht er genau das Gegenteil:

sich wieder selbstverständlich zu bewegen.

Mit einem individuell aufgebauten Beckenbodentraining, einer sinnvollen Rückbildung und bei Bedarf physiotherapeutischer Unterstützung kann der Weg nach der

Schwangerschaft deshalb Schritt für Schritt zurück zu mehr Kraft, Belastbarkeit und aktiver Bewegung führen.

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